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Mercosur–EU-Abkommen: Chancen, Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Integration.

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Veranstaltung der Europäischen Handelskammern in Rio de Janeiro diskutiert Auswirkungen des Abkommens und Wege zur Förderung von Investitionen, Innovation und Marktzugang.

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Die AHK Brasilien | Rio de Janeiro veranstaltete gemeinsam mit der Portugiesischen Handelskammer, der Italienisch-Brasilianischen Handels- und Industriekammer, der Französisch-Brasilianischen Handelskammer, Dutcham und Belgalux Brasil am 25. August 2026 die Veranstaltung „Mercosur–EU-Abkommen: Chancen, Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Integration“. Die Veranstaltung fand in der Associação Comercial do Rio de Janeiro (ACRJ) mit Unterstützung des Außenhandelsrats der ACRJ statt. 

 

Das Treffen brachte Unternehmensvertreter, Experten und Institutionen zusammen, um die strategischen Auswirkungen des Abkommens zwischen den beiden Wirtschaftsblöcken, seine Bedeutung für verschiedene Bereiche der brasilianischen Wirtschaft sowie die Chancen für eine stärkere Handels-, Industrie- und Technologiekooperation zwischen Brasilien und Europa zu diskutieren. 

 

Rund vier Monate nach dem vorläufigen Inkrafttreten des Mercosur–EU-Abkommens bot die Veranstaltung eine Plattform für den Austausch über strategische Aspekte der Partnerschaft, darunter Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen, die Integration von Wertschöpfungsketten, Innovation und neue Geschäftsmöglichkeiten. Das über fast 30 Jahre ausgehandelte Abkommen verbindet einen Markt mit rund 720 Millionen Menschen und einem geschätzten Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 22,4 Billionen US-Dollar. Damit entsteht eine der größten Freihandelszonen der Welt und das bislang größte Handelsabkommen des Mercosur. 

 

Im Rahmen der Veranstaltung diskutierten die Teilnehmer, wie das neue Umfeld der wirtschaftlichen Integration dazu beitragen kann, Investitionen zu fördern, Innovation voranzutreiben und internationalen Unternehmen neue Möglichkeiten für den Zugang zum brasilianischen Markt zu eröffnen. 

 

Panels beleuchten strategische Sektoren für die Wettbewerbsfähigkeit Brasiliens 

Im Panel zum Energiesektor, moderiert von Creuza de Abreu Vieira Coelho, Präsidentin der Portugiesischen Handels- und Industriekammer Rio de Janeiro, diskutierten Sébastien Lahouste, verantwortlich für die Aktivitäten der Fluxys-Gruppe in Brasilien und Vertreter des Unternehmens im Verwaltungsrat der TBG; Marco Saverio Ristuccia, Executive Manager im Bereich Projekte bei FGV Europe; Dr. Adriano Pires, Gründungspartner des Centro Brasileiro de Infraestrutura (CBIE); sowie Frederico Pereira, Finanzdirektor von Galp Brasil

 

Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Rolle des Mercosur–EU-Abkommens bei der stärkeren Annäherung der brasilianischen und europäischen Märkte, insbesondere durch eine größere regulatorische Konvergenz, mehr Rechtssicherheit und ein investitionsfreundlicheres Umfeld. Zu den diskutierten Themen gehörten die Energiewende, Infrastruktur, erneuerbare Energien sowie neue Chancen im Bereich Dekarbonisierung und nachhaltige Entwicklung. 

 

Das Panel zum Maschinenbau befasste sich mit den Auswirkungen des Abkommens auf die brasilianische Industrie, mit besonderem Fokus auf Innovation, Automatisierung und den Zugang zu fortschrittlichen Technologien. Moderiert wurde die Diskussion von Victor Rocha, Manager für Mitgliederbeziehungen und Vertreter der AHK Brasilien | Rio de Janeiro. Teil des Panels waren Tiago Fernando de Moura, Regional Sales Head bei Festo Brasil; Pedro Henrique Becker Oliveira, Account Manager bei Jungheinrich Brasil; sowie Jens Hüren, Managing Director von Everllence Brasil und Präsident der Deutsch-Brasilianischen Industrie- und Handelskammer Rio de Janeiro

 

Die Teilnehmer diskutierten, wie das Abkommen zu einem Wandel in der Wahrnehmung des Marktes beitragen und die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen, innovativen und langlebigen Maschinen und Anlagen fördern kann. Darüber hinaus wurden die Chancen für eine stärkere technologische Zusammenarbeit zwischen brasilianischen und europäischen Unternehmen erörtert. Weitere Themen waren industrielle Automatisierung, Wettbewerbsfähigkeit, Dekarbonisierung und die Integration von Wertschöpfungsketten. 

 

Das Panel zur Agrarwirtschaft widmete sich den Chancen, die sich aus dem Mercosur–EU-Abkommen für die Wettbewerbsfähigkeit und die internationale Positionierung der brasilianischen Agrarwirtschaft ergeben. An der Diskussion nahmen Prof. Márcio Sette Fortes, Head of Institutional Relations bei Multiterminais, Professor für Internationale Beziehungen am Ibmec und ehemaliger Executive Director Brasiliens bei der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB); Antonio Melo Alvarenga Neto, Präsident der Sociedade Nacional de Agricultura (SNA); sowie Guilherme Falcão, Head of International Trade and Transaction Banking bei Crédit Agricole Brasil, teil. 

 

Zu den zentralen Themen gehörten Produktivität, Logistik, Nachhaltigkeit, Rückverfolgbarkeit, Umweltanforderungen sowie die Herausforderungen beim Ausbau des Zugangs brasilianischer Produkte zum europäischen Markt. Dabei wurde die Bedeutung des Abkommens als Instrument zur Erschließung neuer Geschäftsmöglichkeiten und zur Stärkung internationaler Partnerschaften hervorgehoben. 

 

Unternehmenskooperation als Weg zu neuen Chancen 

Die Veranstaltung unterstrich die Rolle der Europäischen Handelskammern als Plattformen für die Vernetzung von Unternehmen, Institutionen und Märkten. Durch Dialog und Kooperation tragen sie dazu bei, regulatorische und wirtschaftliche Veränderungen in konkrete Geschäftschancen zu übersetzen. 

Das Mercosur-EU-Abkommen ist ein äußerst wichtiger Meilenstein, um die Geschäftsbeziehungen zwischen zwei bedeutenden Märkten weltweit zu stärken und auszubauen. Die mit dem Abkommen bereits umgesetzten Regeln tragen dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit von Exporten in andere Märkte zu erhöhen. Dennoch sollte das Abkommen nur als erster Schritt verstanden werden: Um größere Investitionen zu ermöglichen, muss die Zusammenarbeit zwischen den beiden Vertragspartnern weiter intensiviert werden“, betonte Jens Hüren, Präsident der AHK Rio

 

Die Veranstaltung trug dazu bei, Vertreter aus dem öffentlichen und privaten Sektor näher zusammenzubringen und den Austausch zwischen Brasilien und Europa in strategischen Bereichen für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung weiter zu stärken. 

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